Alternatives Schneeschuhwandern in Garmisch - Partenkirchen

 

Dass nach einer gefühlt - längsten Sommer- und Herbstzeit mit sonnigster und wärmster Wetterlage nun endlich vor kurzem ein bisschen Winterkälte und etwas Regen für die Natur einsetzte, das stillte schon eine langersehnte Erwartung.

Aber, dass auch noch für eine anberaumte Schneeschuhtour die nötige Schneemenge Anfang Dezember fällt, um endlich die Schneeschuhe aus dem Sommerschlaf auszupacken, das war zuviel erhofft.

So entschied sich die Truppe kurzerhand bei der Vorbesprechung am  Do, 06.12.2018 im Kletterzentrum zur ersten Alternative, die Schneeschuhe und LVS- Geräte am Sonntag 10.12.2018 für die geplante Fahrt nach Garmisch auf den Wank mitzubringen, falls doch noch ein plötzlicher Wintereinbruch einsetzen würde.

Doch selbst der Optimist Sepp Butz ergab sich dieser Hoffnung, ließ die Info in der email am Freitag anklingen, die Schneeschuhe doch noch im Sommerschlaf zu Hause liegen zu lassen und setzte stattdessen auf Grund der aktuellen Wetterankündigung auf wetterfeste und vor allem auf regen- und sturmfeste Kleidung.

Die Kälte, die starken Regenschauer und vor allem die Sturmböen ließen die Herzen von Bergfreunden am Freitag und Samstag etwas langsamer schlagen mit dem Bangen, die Tour könnte vielleicht doch ausfallen. Schließlich siegte doch die Freude an der Bewegung in der Natur und die Gruppe traf sich unternehmungslustig am Sonntag pünktlich vor 7Uhr mit allen Kleidungsschutzschichten im Gepäck und schon ging s auf zwei Autos verteilt los.

Das kalte, nasse und wolkenverhangene Wetter redeten wir uns mit lustigen und durchgehenden Gesprächen einfach schön und erfreuten uns an manch kurzzeitigem orangenem Farbstrahl am Himmel, der sich mühsam und nur kurzzeitig im Grau und Schwarz am Himmel tapfer seinen Platz erkämpfte, nur leider in entgegengesetzter Richtung zu unserem Ziel.

Wir ließen uns von unserem Gedanken den Wankgipfel doch noch zu erklimmen nicht entmutigen, selbst als sich ein heftiger Regenschauer bei der Ankunft in Garmisch ausbreitete. Ein leckeres Frühstück mit starkem Kaffee bei einem hiesigen Bäcker sollte den Regenschauer überbrücken. Keiner der Gruppe verschwendete anfänglich nur einen Gedanken dem Projekt Wank abzusagen. Als sich aber auch die Garmischer Bergfreunde schweren Herzens für einen Tag im warmen Zuhause entschieden und es auch allen Kübeln goss, schwand sogar Sepp Butz´ unermüdliches Motivationstalent, indem er begann im Internet nach den Öffnungszeiten des Garmischer Heimatmuseums zu recherchieren.

Und so kam es auch… die wasserfeste Kleidung kam uns auf dem Spaziergang zum Museum zu Gute und so erstürmten wir doch noch den Zugspitzgipfel, dessen altes Gipfelkreuz ausgestellt war, mit geringer Anstrengung. Ein Bergerlebnis wollten wir nicht zu schnell aufgeben und so fühlten wir in einem ein- stündigen Film aus den 80er Jahren bei der Begehung des Jubliäumsgrates eifrig mit. Die Funde und Traditionen rund um Garmisch begutachteten wir in den liebevoll gestalteten Räumlichkeiten des Museums. Siehe da! Der Regen hat an Kraft verloren. Schnell war die Idee für ein neues alternatives Naturerlebnis geboren: Die Partnachklamm.

Mit kurzem Zwischenstopp am Auto und in Bergschuhe gewechselt ging´s kurze Zeit später los. Ein ideales Ziel um Natur im Schutz der Felsen bei schlechtem Wetter zu erleben. Es war ein sehr ergreifender Moment und meditativer Ort und so gut wie touristenleer.  Am Ende der Partnachklamm hielt das Wetter noch so durch, dass ein kleines  neues leicht zu bewanderndes neues Ziel entstand: Der Eckbauer. Dort angekommen, aber leider auf Grund der kurzfristigen Entscheidung ohne nötiger Verpflegung im Gepäck, stellten wir fest, dass nur durch die kleine neue Schneeschicht der nötige Durst gestillt werden konnte, da der Berggasthof nicht geöffnet war. Die Aussicht war´s wert. Schnell setzten wir den Rückweg an und stillten unseren Kaffeedurst und Kuchenhunger im Anschluss in einem weiteren Cafe.

Was hätten wir - Sepp, Rudi, Günther, Elisabeth, Lissy, Karin, Simon und Monika -

denn nur an einem regnerischen 2. Adventssonntag anderes gemacht?! Es war echt schön! Danke Sepp und Günther für die bequeme Mitfahrgelegenheit und Allen für die angenehme Zeit miteinander. Bis auf bald!

Karin