Hochtour Großglockner

Großglockner (3798 m) über den Stüdlgrat IV- am Sa./So. 24./25.9.2011

Leiter: Karsten Rüter

Teilnehmer: Andreas Forster, Stephan Mieslinger und Günter Pabian

Bericht: Bernhard Agerer

Die Tour musste zweimal verschoben werden, einmal um ein Jahr und dann noch mal um eine Woche bis das Wetter endlich gepasst hat. Diesmal war alles perfekt. Das Wetter nahezu wolkenlos.

Am Samstag ging es zu fünft im Auto 300 km nach Kals am Großglockner und dort zu einem Wanderparkplatz am Lucknerhaus (1918m). Nach ca. 2 Stunden erreichten wir die Stüdlhütte (2802m), wo wir uns erst einmal mit Weißbier und Radler erfrischten. Um uns für den morgigen Aufstieg auf den Berg unserer Träume optimal vorzubereiten, erkundeten wir vor dem Abendessen noch den Weg zum Teischnitzkees. Danach gab es ein reichliches Büffet mit 4 Gängen und einer Käseplatte mit Weintrauben.

Am nächsten Tag starten wir um 6:00 im Dunkel der Dämmerung. Im lockeren Wettlauf mit anderen Gipfel-Aspiranten erreichten wir 2 Stunden später den Einstieg zum Stüdlgrat. Karsten führte uns durch die Grattürme und Felsflanken des Grates, als wäre er schon immer hier unterwegs gewesen. Zum ersten mal sah ich, wie man am laufenden Seil sichert. Als wir dann mehr und mehr Höhe gewinnen konnten, belohnte uns die Sonne beim Klettern mit warmen Fels. Nach insgesamt 5 Stunden erreichten wir erschöpft aber zufrieden den Gipfel. Der Fernblick reichte bis in die Dolomiten, Großvenediger, Steineres Meer, kein Berg versperrte mehr die Sicht.

Der Abstieg erfolgte nach kurzer Pause über den ausgesetzten Grat des Kleinglockners. Die üblichen Staus sind zum Glück ausgeblieben. Das Angebot im 35° steilen Glocknerleitl von Karsten heruntergesichert zu werden, hat jeder von uns gerne angenommen.

Als nächstes Highlight erreichten wir die Erzherzog-Johann-Hütte, die höchste Hütte Österreichs. Dort stärkten wir uns kurz und dann ging es über den Ködnitzkees zurück zur Stüdlhütte. Auf diesem Weg sahen wir vereinzelt Personen, die sich sichtlich überfordert zurück ins Tal schleppten. Es ist halt ein Berg, den mancher haben muss.

Nach 11 Stunden waren wir zurück am Fahrzeug und traten die Rückfahrt an.

Es war für uns alle ein unvergleichliche Erlebnis und wir freuen uns schon auf die nächste Tour dieses Kalibers.

Auf dem Gletscher

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