Es war einmal…

eine Jugendreferentin alias "Vreni Speckle" und eine Geschäftsstellenleiterin alias "Alex Salisco" mit der Idee unsere Sektion unter dem Motto: „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt“ auf der sektionseigenen Geraer Hütte, zusammen zu führen.

Nach langer und leider auch oft mühsamer Planung war es dann am 29.07.2017 endlich soweit. Um Punkt 6 Uhr starteten unsere jungen und jung gebliebenen Mitglieder zum Geraer Hüttenabenteuer. Die Fahrt verlief trotz Ferienbeginn ohne Stau und Dank unseres Busfahrers „Bedri“, unser wichtigster Mann an diesem Wochenende, mit jeder Menge Gaudi. An der Touristenrast angekommen wartete Alex bereits auf uns, um Alle zu begrüßen. Für den Aufstieg zur Hütte wurden drei Aufstiegsmöglichkeiten angeboten. Die erste Gruppe wählte den sportlichen Aufstieg, den „Heiziaga“. Wie der Name schon sagt, hier wurde Tempo gemacht. Die zweite Gruppe nahm den „Goaßnsteig“. Hier ging es mit einigen kleineren sowie steilen Etappen in Richtung Hütte. Die dritte Gruppe schloss sich unserem Naturschutzreferenten Uli an, um etwas mehr über Flora und Fauna im Untervalstal zu erfahren.

Auf der Hütte angekommen, war dann erst einmal genießen angesagt, es wurden die Zillertaler Spezialitäten vom Chefkoch  höchstpersönlich durchprobiert und die Sonne inklusive grandioser Umgebung genossen. Am Nachmittag berichtete uns Helga Beermeister, vom Tourismusverband Wipptal, die Geschichte der Region Wipptal und die Entstehung des Verbundes der Bergsteiger Dörfer  (St. Jodok, Schmirn- und Valsertal), welchem sehr interessiert gefolgt wurde. Danach erkundete Jeder für sich oder in der Gruppe die Umgebung um die Hütte. Es gab die ein oder andere interessante Felsformation oder Blume zu sehen. Auch Murmeltiere konnten von der Ferne beobachtet werden.

Am Abend war es dann endlich wieder so weit: es gab Essen! Als Vorspeise wurde eine Lasagne kredenzt. Der Hauptgang bestand aus Polenta, Blaukraut und Wildragout. Zum krönenden Abschluss ein „leichtes“ Tiramisu. Auch die zwei Vegetarier kamen nicht zu kurz. Nudeln mit Soße zur Vorspeise und eine Variation an verschiedenen Knödeln in wunderbarer Öl-Kräutersoße als Hauptgang. Beschwerden, bis auf zu volle Bäuche, konnten nicht verzeichnet werden.

Nach dem sich das Essen gesetzt hatte, wurde kurz das Programm für den nächsten Tag vorgestellt. Wie bereits vorab angekündigt wurde von Marlen und Vreni eine Sonnenaufgangstour angeboten, welche, begeistert angenommen wurde.

Gruppe Zwei bereitete sich auf den Gletscherkurs vor und der Rest genoss einfach die schöne Hüttenatmosphäre.

 

Der Sonntag startete  nach einer stürmischen und nassen Nacht für viele um Punkt vier Uhr zur Sonnenaufgangstour. Mit Regenjacke und Stirnlampe, über Steinplatten und rauschende Bäche, getarnt als Wasserfälle, ging es Richtung Steinernes Lamm. Kurz vor dem Ziel wurden wir jedoch von vier leuchtenden Augen aufgehalten. Eigentlich heißt es ja immer: „Die Tiere haben viel mehr Angst vor dir als zu vor denen“  In diesem Fall kamen die leuchtenden Augen jedoch immer näher bis den schwarzen Gestalten dann doch wieder die alte Weisheit (siehe oben) eingefallen sein muss. Wir jedenfalls konnten unseren Weg fortsetzen. Um ca. 04:45 waren wir bereits an unserem Aussichtspunkt angekommen. Dick in Jacken eingepackt und in aller Stille erwarteten wir dann das Sonnenlicht. Aufgrund des leider in der Nacht heraufgezogenen Tiefs blieb es dann aber bei harmonischem Morgenrot. Ohne unsere Stirnlampen und bei Helligkeit trat die Gruppe dann den Weg zurück zur Hütte an wo bereits das Frühstück auf Alle wartete.

Die Einen gingen zum Frühstück und die Anderen starteten bereits um 06:00 zum Gletscherkurs am Olperer. Hier wurde mit den Teilnehmern u.a. Abseilen, Anseilen, die ersten Gehversuche mit den Steigeisen, sowie die wichtigsten Grundlagen und Verhaltensweisen im Gletschergebiet geübt.

 

 

Da der Wettergott bis ca. 09:30 seinen „Steingarten“ goss, erzählte uns Rene einiges über das ehemalige Molybdän Bergwerk und den Molybdänabbau. Das ehemalige Barackenlager, welches oberhalb der Hütte liegt und von 1941 bis 1945 in Betrieb wa,r ist auch noch heute gut erkennbar. Das Bergwerk kann sogar noch besichtigt werden. Leider musste dies wegen des schlechten Wetters und der begrenzten Zeit ausfallen.

Einige „Spätaufsteher“ gingen als der Regen nachließ, dann im Hellen zum "Steinernen Lamm" oder auch in zügigem Schritt zur Alpeiner Scharte. Von hier ist die Aussicht zu den Zillertaler Gletscherwelten atemberaubend!

Zum Abstieg zur Touristenrast begleitete dann alle Teilnehmer wieder die Sonne. Bedri schmiss um Punkt 15 Uhr dann wieder den Motor, inklusive Klimaanlage seines Busses an. Auf der Rückfahrt ließen Viele das Erlebte in dem einen oder anderen Träumchen sacken. Uli und Vreni bedankten sich kurz vor Ankunft bei allen Teilnehmern für die schönen Stunden. Entspannt und glücklich kamen Alle wieder sicher in Landshut an.

 
 

Unser Fazit: Zusammengekommen sind wir, ob wir zusammenbleiben wird die Zeit zeigen. Schee war’s auf alle Fälle, auf ein neues Hüttenabenteuer!

Bericht: Vreni und Marlen